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Ziehl-Abegg unverändert auf Rekordkurs

Das größte Künzelsauer Industrieunternehmen vermeldet weiter ein Rekordergebnis: Der Umsatz bei Ziehl-Abegg ist in den ersten drei Quartalen auf 269 Mio. Euro gestiegen. Dies sind gut 38 Mio. Euro mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Um dieses Wachstum von 17 Prozent bewältigen zu können, sind seit Jahresbeginn 364 zusätzliche Mitarbeiter in den Werken beschäftigt.

„Unsere energiesparenden Ventilatoren sind der Renner“, sagt Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl. Dies schlägt sich auch in der Umsatzentwicklung der Geschäftsbereiche nieder: Die Umsätze des Segments Lufttechnik stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 18 Prozent, die des Segments Antriebstechnik um 11 Prozent. Die Verteilung zeigt, dass Ziehl-Abegg vom Ventilatorengeschäft dominiert wird. Dort wurden im laufenden Jahr annähernd 87 Prozent der Umsätze erzielt. Die Künzelsauer Ventilatoren- und Motorenbauer verzeichnen quer durch alle Kontinente deutliche Umsatzzunahmen. In Amerika entwickeln sich alle Regionen positiv, vor allem die Vereinigten Staaten glänzen mit einem zweistelligen Plus.

Die Mitarbeiterzahl ist nun auf 3150 gestiegen. Damit sind im dritten Quartal weitere 140 Menschen zusätzlich in Lohn und Brot gekommen. “Wir brauchen motivierte und qualifizierte Menschen, um der hohen Nachfrage aus Europa, Asien und Amerika gerecht werden können“, betont Fenkl. Das Unternehmen werde daher verstärkt die Vorteile Ziehl-Abeggs als Arbeitgeber publizieren: ein sicherer Arbeitsplatz in einem innovativen Umfeld mit garantierten internationalen Entwicklungsmöglichkeiten.

Stichwort Volatilität: Um starken Preisschwankungen sowie einer Knappheit auf dem Rohstoffmarkt zu begegnen, hat Ziehl-Abegg seine Vorratshaltung weltweit erhöht. „Dies geht natürlich auch zu Lasten des aktuellen Gewinns, ist aber im Sinne einer vorausschauenden Unternehmenspolitik sinnvoll“, erklärt Finanzvorstand Achim Curd Rägle. Im Vordergrund stehen bei Ziehl-Abegg eine beständige Liefertreue und stabile Preisgestaltung für die weltweiten Kunden, fügt Rägle hinzu.

„Unser neu entwickelter Verbundwerkstoff ZAmid wird von den Kunden mit großem Interesse aufgenommen“, sagt Technikvorstand Norbert Schuster. Aus dem kunststoffähnlichen Material werden Ventilatorräder gegossen, die 50 Prozent leichter sind, 45 Prozent leiser laufen und 30 Prozent weniger Energie verbrauchen.

Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl dämpft zu hohe Erwartungen an das kommende Jahr: „Auch wir spüren, dass sich die Konjunktur etwas beruhigt.“ Während jedoch der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) im September ein Plus von gerade mal einem Prozent bei den Auftragseingängen vermeldet, liegt bei Ziehl-Abegg der Auftragszuwachs bei mehr als 12 Prozent. Und das vom Bundesverband prognostizierte Umsatzwachstum von vier Prozent für die Branche im Jahr 2011 ist bei Ziehl-Abegg kein Thema: „Wir werden auf jeden Fall zweistellig wachsen“, sagt Finanzchef Rägle.

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