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Sechs Millionen Euro Investitionen für Standort in Ungarn

Die Ziehl-Abegg AG wächst in Marcali um 5.600 Quadratmeter: 100 Arbeitsplätze im Jahr 2011 geschaffen

Der Künzelsauer Motoren- und Ventilatorenbauer Ziehl-Abegg hat Anfang November 2011 mit der erneuten Erweiterung des Werks in Marcali (Ungarn) begonnen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 3,5 Millionen Euro. Dabei ist die jüngste Erweiterung der Produktionsfläche für 2,5 Millionen Euro erst im Herbst 2009 abgeschlossen worden. Im laufenden Jahr hat das Unternehmen alleine in Ungarn 100 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.
„Wir sind im Raum Marcali der größte industrielle Arbeitgeber“, unterstreicht Technikvorstand Norbert Schuster die Bedeutung von Ziehl-Abegg für die Stadt Marcali, die etwa 12.600 Einwohner hat. Im Werk südlich des Balatons (Plattensees) arbeiten nun gut 750 Menschen, zu Jahresbeginn waren es noch 650. Weltweit ist bei Ziehl-Abegg die Mitarbeiterzahl in diesem Jahr von 2.800 auf mehr als 3.000 gestiegen.
Am ungarischen Standort der Firma Ziehl-Abegg gießen Mitarbeiter Alu-Bauteile, umwickeln Motorenkerne mit Draht und produzieren Schutzgitter für Ventilatoren. Die Baugruppen werden an die süddeutschen Werke geliefert und dort montiert, geprüft und versendet. Der Standort Marcali umfasst derzeit mehrere Gebäude mit gut 17.000 Quadratmetern Fertigungsfläche. Der jüngste Bauabschnitt, der im Herbst 2009 fertig gestellt wurde, trug 5.600 Quadratmeter Fläche für die 100 zusätzlichen Arbeitsplätze in der Wickelei bei.
Die Geschäftsführer der Gesellschaft in Ungarn, Ferenc Szijártó und Dr. Mark Küßner, setzen zusammen mit Klaus-Dieter Geck vom Stammhaus in Künzelsau nun wieder den Spaten an. Das Neubauprojekt dient mit seinen 6.500 Quadratmetern neben Produktions-, und Bürofläche vor allem der LogistikNach dem sehr schnellen und starken Ausbau des Werks, konnte nun auch die Produktivität gesteigert werden. „Trotz des erheblichen Umbaus laufen nun die Prozesse immer flüssiger ab“, betont Norbert Schuster. Zudem werden neben Prozess- und Qualitätsverbesserungen auch Automatisierungen angegangen. Das schlägt sich in den Umsatz- und Outputzahlen nieder: „Für das Werk in Marcali erwarten wir einen Umsatzsprung von 30 Prozent“, errechnet Finanzvorstand Achim Curd Rägle auf Basis der Produktionszahlen der ersten drei Quartale.
Insgesamt geht die Ziehl-Abegg AG davon aus, dass das Rekordergebnis des Jahres 2010 von 311 Millionen Euro Umsatz im laufenden Jahr auf mindestens 345 Millionen Euro steigen wird.

 

Blick auf die bestehenden Gebäude von Ziehl-Abegg in Marcali: Der Neubau entsteht an der Stelle, wo auf dem Foto in der Bildmitte noch eine Baumgruppe und zwei lange, flache Hallen stehen.