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Künzelsau geht neue Wege in der Kinder- und Jugendarbeit

Das Albert-Schweitzer-Kinderdorf begleitet Weiterentwicklung des Gesamtkonzeptes
für die Kinder- und Jugendarbeit in Künzelsau / Arbeitskreis “Jugend und
Soziales” in Planung

Gute kontinuierliche Jugendarbeit benötigt eine kompetente fachliche Begleitung.
Diese holt sich die Stadtverwaltung Künzelsau vom Albert-Schweitzer-Kinderdorf
e.V. in Waldenburg – nicht nur für die Besetzung der zur Zeit vakanten
Jugendhausleiterstelle. Bürgermeister Stefan Neumann begrüßt diese fachliche
Unterstützung: “Auch bei der konzeptionellen Jugendarbeit wird uns das
Kinderdorf in Zukunft begleiten.” Der Kooperationsvertrag, der die
Zusammenarbeit des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes mit der Stadtverwaltung
regelt, wurde am Montag, dem 16. Mai 2011 im Künzelsauer Rathaus unterzeichnet.
Bürgermeister Stefan Neumann, Heinrich Schüz und Wolfgang Bartole, beide
Mitglieder des Vorstandes des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes e.V. haben das
Vertragswerk mit ihren Unterschriften besiegelt. Die Stadtverwaltung Künzelsau
nimmt gemeinsam mit dem Albert-Schweitzer-Kinderdorf ein Konzept in Angriff, zu
dessen Entwicklung auch Dritte mit ins Boot geholt werden sollen. Heinrich
Schüz: “Eine erfolgreiche Jugendarbeit setzt eine Zusammenarbeit der
Stadtverwaltung, den politischen Gremien, Kooperationspartnern,
Entscheidungsträgern und Organisationen der Jugendarbeit voraus. Wir verstehen
Jugendarbeit als einen gemeinsamen Prozess in der Kommune und nicht nur als eine
Aufgabe von einem oder wenigen pädagogischen Spezialisten.”

Auf diesen Grundlagen soll die Jugendarbeit der Stadt Künzelsau weiterentwickelt
werden. Von Seiten des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes wird also in enger
Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, Vertretern des Gemeinderates und
Institutionen die bisherige Konzeption vorangebracht werden. Von jeder
Gemeinderatsfraktion oder Gruppierung wird von Anfang an ein Vertreter in die
konzeptionelle Entwicklung der Jugendarbeit in Künzelsau mit einbezogen. Der
Gemeinderat hat am 19. April 2011 beschlossen hier folgende Stadträte
einzubinden: Verena Löhlein-Ehrler (CDU), Martin Probst (SPD), Hans-Peter van
Dorp (Die Freien), Marion Dümmler (FfK) und Sabine Janny (UBK). Auch Sley
Segger-Bornemann vom Albert-Schweitzer-Kinderdorf e.V. wird mitwirken. Sie war
einige Jahre Jugendhausleiterin in Künzelsau und kennt die Gegebenheiten.

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages in Künzelsau

Sley Segger-Bornemann wird außerdem den Entwicklungsprozess eines
Gesamtkonzeptes “Jugend und Soziales” in Künzelsau begeleiten. Der Prozess soll
sich umfassend verschiedenen Ebenen der Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen
annehmen. Neben den beiden städtischen Jugendhäusern in Künzelsau und im
Wohngebiet Taläcker, sollen alle Einrichtungen, die Jugendarbeit in der Stadt
machen angesprochen und eine Zusammenarbeit angestrebt werden: Kirchen, Vereine
und weitere in der Jugendarbeit Aktive. Auch Projektangebote und Kooperationen
mit den Grundschulen könnten ein möglicher Bestandteil der Arbeit eines
Arbeitskreises “Jugend und Soziales” sein.

Der Gemeinderat hat am 19. April 2011 die Stadtverwaltung ermächtigt, eine
entsprechende Vereinbarung mit dem Albert-Schweitzer-Kinderdorf e.V.
abzuschließen und der Kooperation zugestimmt.

Die Stelle der Jugendhausleitung ist seit Februar 2011 nicht besetzt. Das
Jugendzentrum Künzelsau wird zur Zeit betreut von Olga Lindt, die seit 1998 als
Fachkraft in der Jugendarbeit bei der Stadtverwaltung beschäftigt ist. Sie
erhält übergangsweise Unterstützung von einer Erzieherin. Das Jugendblockhaus
ist allerdings momentan nicht geöffnet. Die Jugendlichen sind eingeladen, die
Angebote im Jugendzentrum Künzelsau wahrzunehmen.

Der Albert-Schweitzer-Kinderdorf e.V. ist ein gemeinnützig anerkannter Träger
der Jugendhilfe und sehr erfahren in der Jugendarbeit. Für vier Städte und
Gemeinden des Hohenlohekreises (Kupferzell, Waldenburg, Neuenstein und
Pfedelbach) leistet das Albert-Schweitzer-Kinderdorf e.V. Waldenburg bereits
Jugendarbeit. Das geschieht mit Hilfe von Jugendreferenten, die beim Kinderdorf
angestellt sind.
So ist das auch in Künzelsau geplant. Das Kinderdorf wird zunächst die Stelle
eines Jugendreferenten / einer Jugendreferentin ausschreiben und eine Fachkraft
einstellen. Der Stelle sollen die Aufgabenbereiche Jugendhausleitung,
Gemeinwesenarbeit, Aufsuchende Jugendarbeit, Ganztagesangebote an der
Grundschule Taläcker und Gremienarbeit zugeordnet werden.