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Kinderhaus Künzelsau: Technik spielend entdecken

Vorschulkinder gehen bei Ziehl-Abegg den Ventilatoren auf die Spur

Ihr Technolinchen haben sie dabei. Die Handpuppe, die das Projekt “Technolino” begleitet, sitzt vor Inja auf dem Tisch im Aufenthaltsraum der Lehrwerkstatt.

Warum die Vorschulkinder heute bei Ziehl-Abegg in Künzelsau sind, wissen alle:
Ein Ventilator wird auseinandergebaut und die Rotorblätter nehmen sie zum
Bemalen mit. Seit Oktober nämlich werden im Kinderhaus im Zollstockweg in Künzelsau junge Tüftler in ihrem Forscherdrang gefördert. Die Vorschulkinder experimentieren und forschen. “Wir haben zu den Themen Luft und Magnetismus experimentiert”, erzählt die Leiterin des Kinderhauses Stephanie Rumm.

Kinder sollen durch das Projekt “Technolino” so früh wie möglich Einblick in die Naturwissenschaft und die Technik bekommen. Technisches Wissen wird mit leicht verständlichen Versuchen näher gebracht. Das Projekt wurde vom
Arbeitgeberverband Südwestmetall und dem Bildungsträger BBQ (Beruf – Bildung -Qualifikation) initiiert.

Die Firma Ziehl-Abegg ist Partner für das Projekt “Technolino” im Kinderhaus in Künzelsau. Die Partnerschaft ist auf ein Jahr angelegt. Zum Projektstart besuchten die Kinder die Auszubildenden und schauten sich in der Lehrwerkstatt um. Sie haben aber auch Besuch bekommen. Die Auszubildenden Julia Sturm, Michael Glattbach und Martin Ostertag bauten mit ihnen im Kinderhaus Windräder.

Leise viel Luft machen

Die Ventilatoren, die Ziehl-Abegg baut, lernen die Kinder bei ihrem Besuch am Dienstagvormittag kennen. “Ja”, rufen alle begeistert, als sie zusammen mit den Ausbildern Manfred Scheu und Jens Münch in den Technikbereich gehen dürfen. “So leise wie möglich viel Luft machen”, erklärt Manfred Scheu den Kindern, was ein Ventilator können muss. Wie das hinzubekommen ist, sehen die kleinen Besucher im Labor. Sie erfahren, dass es ganz viel Mathematik braucht, um auszurechnen, wie viel Luft der Ventilator macht. Fasziniert stehen alle im Prüfstand, in dem der Wind und die Lautstärke gemessen werden. “Es ist ganz still”, meint Carolin, die sich staunend umschaut.

Der Prüfstand ist rundum mit ganz vielen Keilen gepolstert. Lilli Rosa will wissen, warum auf dem zu testenden Motor Zahlen geschrieben wurden. Auch das erklärt Achim Kärcher, mit dem die Kinder den Technikbereich erkunden.

Bunter Ventilator für den Garten

Ganz große Ventilatoren sehen sie im Ausstellungsraum. Sie haben einen
Durchmesser von 1,20 Meter. Manfred Scheu verrät ihnen auch, dass die
Rotorblätter der Ziehl-Abegg-Ventilatoren Eulenflügel genannt werden. Ganz viele davon, bunt bemalt, bestaunen die Kinder. “Die sind zum Firmenjubiläum von unseren Niederlassungen bemalt worden”, sagt ihnen Manfred Scheu.

Zusammen mit Julia Sturm und Michael Glattbach geht’s dann ans Werk. Geschickt hantieren die Kinder mit den Schraubenziehern: Die Rotorblätter dürfen unter fachkundiger Anleitung abgeschraubt werden. Alle strahlen und wissen schon ganz genau, wie und was sie im Kinderhaus darauf malen. Die Vorschulkinder wurden von dem Kinderhaus-Team Stephanie Rumm, Falk Sulek und der Anerkennungspraktikantin Christine Raps zur Firma Ziehl-Abegg begleitet. Auszubildende von Ziehl-Abegg unterstützen die Kinder während des Projektes und sind auch beim Aufbau des bemalten Ventilators im Garten des Kinderhauses im Mai wieder dabei.