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Kein Grün-Rot in Künzelsau

Künzelsau hat gewählt und sich nicht für eine Regierungsänderung in Stuttgart ausgesprochen. In Künzelsau läge das bisherige Bündnis zwischen CDU und FDP eindeutig vorn. Die CDU erhielt insgesamt 42.5 % der Stimmen. Die SPD kam auf 21,94%, die GRÜNEN auf 18,66% und die FDP auf 8,84%.

Die größte CDU-Hochburg war das Wohngebiet Taläcker mit 61,75%, dicht gefolgt von Amrichshausen und Kocherstetten, wobei zu bemerken ist, dass auf den Taläckern die Wahlbeteiligung nur bei 22,42% lag.

Als SPD- Hochburg kann Belsenberg mit einem Stimmanteil von 30,99% bezeichnet werden. Die GRÜNEN erzielten das stärkste Ergebnis am Südhang im Wahllokal Kindergarten Weckrain. Die FDP konnte in Gaisbach und Nitzenhausen die stärksten Ergebnisse (15,5%) erzielen.

Die Briefwähler wählten im Vergleich zu den Wahllokalen sehr ähnlich, wobei die CDU mit 43,58% noch besser abschnitt.

Auch kreisweit sieht das Wahlergebnis so aus, dass die Hohenloher nicht für einen Regierungswechsel begeistert werden konnten. Arnulf von Eyb zieht mit einem Ergebnis, das 1,7% über dem Landesdurchschnitt liegt, in den Landtag mit einem Direktmandat ein.

Die Forschungsgruppe Wahlen sah als Grund für den Machtwechsel heftige Imageverluste von CDU und FDP im Land, sowie einen wenig beliebten Ministerpräsidenten Stefan Mappus, wobei sein Kurswechsel in Sachen Atomkraft ihn noch unglaubwürdiger gemacht hätten. Auch seine Haltung zu Stuttgart 21 sei mit ausschlaggebend gewesen.

Die Wechselstimmung im Land sei eindeutig durch das Top-Thema Atomkraft verstärkt worden. Umfragen hätte ergeben, dass 67% den Kurswechsel von Mappus in Sachen Atomkraft als Wahltaktisches Manöver sahen. Lediglich 18% fühlten sich in Baden-Württtemberg von der CDU am besten vertreten, aber 53% von den GRÜNEN. Dass die CDU dennoch stärkste Partei im Lande beilbe, verdanke sie einer treuen, überwiegend älteren Wählerschaft.

Festzustellen ist jedoch aber auch, dass 58% der Befragten die Regierungsfähigkeit der GRÜNEN bezweifeln.