Home » Freizeit und Kultur, Nachtleben, Veranstaltungen » GRACHMUSIKOFF – TOO OLD TO DIE YOUNG!

GRACHMUSIKOFF – TOO OLD TO DIE YOUNG!

Am 1. April kommen “Grachmusikoff” ins RATZ FATZ (die Krone) nach Künzelsau-Nagelsberg.

WIKIPEDIA erklärt zur Entstehung der Band:

Grachmusikoff ist eine oberschwäbische Rockband, die im Sommer 1978 während einer Demonstration gegen die Jugendhausschließung in Bad Schussenried entstanden ist. Erstes Lied war D’ Marie hoggd dussa ond bläred (Die Marie sitzt draußen und weint). Gründungsmitglieder waren die Brüder Georg und Alex Köberlein sowie Hansi Fink. Die Band nannte sich anfangs Igor, Boris und Nikita Grachmusikoff.”

Man sieht schon, dass die Kapelle in einem poltisch motivierten Ambiente gegründet wurde. Und so sind sie dann auch, die Jungs von Grachmusikoff. Politische Texte – die mit aktuellem und zeitgenössischem Hintergrund der eher linken oder grünen politischen Weltanschauung zuzuordnen sind. Dabei sind sie aber genial witzig und amüsant. Es sind keine Hetzkampagnen mehr, wie damals mit SCHWOISSFUASS aus der Hausbesetzerzeit (“Jeder Stein der abgerissen, wird von uns zurück-geschmissen”), sondern einfach teilweise sozialkritische und witzige Texte, die mit gekonnter Blues-, Rock- und Folkmusik kombiniert werden, wobei auch mal ein Countrysound dabei sein kann.

Die Grundmessage der Band- gegen Zopf, Philisterei, Establishment, Obrigkeit und Konservativismus- ist deutlich zu erkennen, was den Zuhörer aus dem “bürgerlichen Lager” jedoch noch lange nicht verjagen muss, weil  Spielwitz und die musikalische Genialität im Verhältnis zu der politischen Message deutlich überwiegen.

  • Heit gibt’s koine Indianer, 1980
  • Elegdroschogg?, 1982
  • Langsam fett, 1984
  • Dame oder Schwein, 1986
  • Im Musikantenstadl, 1990
  • Im Serail der Nackten Wilden, 1992
  • Quasi lebt, 1994
  • Danke. Schön., 1996
  • Zwanzg Johr Subbr, 1998
  • Rückkehr der Melancholen, 2000
  • Goddsallmächdig – Live, 2002
  • Morbus Fidibus, 2003
  • Keiner schunkelt, 2005
  • Hippies & Futurischda, 2008
  • Man kann wohl sagen, dass schon einige der Albumtitel aus der vorstehenden Diskografie, “Einen aus den Latschen hauen”. Oder auch der “Beppr”:

    Ich habe Alex Köberlein mit “Schwoissfuass” das letzte Mal 1986 in Tübingen gesehen und war trotz meiner damaligen Wandlung vom Latzhosenträger zum “spießigen” Jurastudenten, hellauf begeistert und meine, dass sich die Band nicht ganz zu Unrecht für ” die beste schwäbische Rockband der Welt” hält.

    Das Grachmusikoff-Trio bei einem  seiner letzten Auftritte

    Georg Köberlein sagt über seine Band, dass sie “ein fleischgewordenes Monument schwäbischer Volkskultur” sei.

    Ich hoffe jedenfalls, dass mir nichts dazwischen kommt und ich am 1.April dabei sein kann.