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2.000 Blutspenden – Künzelsau versorgt Baden-Württemberg

Der Rosenmontag liegt unmittelbar bevor. In wenigen Tagen wird sich zeigen, ob das Ziel “2.000 Blutspenden – Künzelsau versorgt Baden-Württemberg” erreicht werden kann. Bürgermeister Stefan Neumann gibt kritisch zu, dass die Zahl sehr hoch gesteckt ist. Aber er versteht den Titel vielmehr als Möglichkeit, das Thema “Blutspende” in der Gesellschaft zu verorten und auf die Wichtigkeit hinzuweisen.

Durch die Hilfe der Künzelsauer und aller weiterer Spenderwilligen aus der Region ist es aber doch zu schaffen. “Das wäre der Knaller”, betont er. Der Vormittag ist speziell für die Firmen vorgesehen. Aber natürlich dürfen auch alle anderen zur Blutspende kommen. Ab 9 Uhr sind die Türen der Grund- und Werkrealschule geöffnet. Bis 19.30 Uhr ist dann eine Spende möglich.

Ein besonderes Geschenk hat sich der DRK-Blutspendedienst ausgedacht: Jeder Blutspender erhält als kleine Aufmerksamkeit einen Rauchwarnmelder. Darüber hinaus wird den ganzen Tag über eine kostenlose Kinderbetreuung durch Erzieherinnen der Stadtverwaltung Künzelsau angeboten. So können die Erwachsenen in Ruhe Blut spenden, während sie ihre Kinder versorgt wissen. Und wer seinen Erste-Hilfe-Kasten kostenfrei überprüft und aufgefüllt haben möchte, bringt diesen einfach mit und kann so die Wartezeit überbrücken. Den Mut der Erstspender möchte Teusser Mineralbrunnen unterstützen und belohnt jeden, der zum ersten Mal bereit ist Blut zu spenden, mit einem Gutschein für einen Kasten Teusser Mineralwasser. Alle Blutspender erwartet nach der Spende ein Imbiss. Am Vormittag gibt es ein Weißwurstfrühstück, ab Mittag wird zu Schweinebraten mit Kartoffelsalat übergegangen.

Freiwillige Helfer

Bislang war die Blutspende am Rosenmontag von 14 Uhr bis 19.30 Uhr möglich. Da die Spendezeiten nun ausgedehnt werden, werden natürlich auch mehr Helfer gebraucht. Auf- und Abbau, die Betreuung der Spender vor, während und nach der Spende sowie Mithilfe in der Küche und bei der Essensausgabe müssen gemeistert werden. Über Zuspruch freut sich Ortsvereinsvorsitzender Danijel Debak und ruft zur Mithilfe auf: “Auch wenn einzelne Personen selber kein Blut spenden dürfen, so können sie doch helfen und vor Ort die Aktion unterstützen.” Wer sich kurzfristig entscheidet zu helfen, kann sich unter der Telefonnummer 0151 548 34 680 melden.

Informationen zur Blutspende

Blut spenden können alle Gesunden zwischen 18 und 71 Jahren. Eine Erstspende ist allerdings lediglich bis zum 64. Lebensjahr möglich. Männer dürfen bis zu sechs Mal pro Jahr spenden, bei Frauen liegt die Grenze bei vier Mal jährlich. Damit die Blutspende gut vertragen wird, sollte ausreichend gegessen und getrunken werden; ideal sind zwei Liter Flüssigkeit. Vor der Blutentnahme erfolgt eineärztliche Untersuchung. Die eigentliche Blutspende dauert rund 15 Minuten. Mit Anmeldung, Untersuchung und anschließendem Imbiss sollte jedoch eine gute Stunde
Zeit eingeplant werden. Eine Stunde, die allerdings Leben retten kann.
Erstspender müssen zur Aufnahme ihren Personalausweis oder Reisepass dabei haben. Das Deutsche Rote Kreuz bietet eine kostenlose Service-Hotline an, die unter Telefon 0800 11 949 11 zu erreichen ist und zu konkreten Fragestellungen Auskunft gibt. Informieren kann man sich auch auf der Website des DRK-Blutspendediensts unter www.blutspende.de.

Parken bei der Blutspende

Rund um die Grund- und Werkrealschule stehen zahlreiche Parkplätze zur
Verfügung, die am Blutspendetermin kostenlos genutzt werden können. Das Parken für Spender während der Blutspende ist an den Parkplätzen an der Stadthalle, am Hallenbad Tollkün und am alten Bahnhof frei. Die Autofahrer werden gebeten darauf zu achten, dass die Flucht- und Rettungswege jederzeit freigehalten wrden.

Aufnahme der Personalien

Blutspenderehrung

Parallel zur Blutspende findet in diesem Jahr auch die Ehrung der langjährigen Blutspender statt. Bürgermeister Stefan Neumann lädt alle Interessierten herzlich ein um 18 Uhr im Foyer im 1. Stock der Grund- und Werkrealschule dabei zu sein.

Hintergrund

Gerade in Hohenlohe ist die Bereitschaft Blut zu spenden hoch: Im Jahr 2010 gab es im Hohenlohekreis 32 Blutspendeaktionen; insgesamt 7.082 Spenden wurden dabei abgegeben. 710 davon waren Erstspender. Bezogen auf die Einwohner liegt das Aufkommen bei sechs Prozent. Das ist deutlich mehr als der Durchschnitt in Baden-Württemberg und Hessen mit 4,8 Prozent.

Gesundheitscheck inklusive

Eine Blutspende bringt nicht nur demjenigen Vorteile, der von der Transfusion profitieren kann. Bei jeder Spende werden Spender und Blut genauestens untersucht und mehreren Gesundheitschecks unterzogen. Erhöhter Blutdruck, Unregelmäßigkeiten beim Puls und andere Krankheitssymptome können so erkannt und frühzeitig behandelt werden. Das Blut selbst wird anhand aufwendiger Labortests geprüft und bei Unregelmäßigkeiten der Hausarzt kontaktiert.

Verwendung des Bluts

Eine Vielzahl von Patienten verdanken ihr Leben fremden Menschen, die sie nie zuvor getroffen haben – Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig spenden. Neben Unfallopfern und Patienten mit Organtransplantationen sind vor allem Krebspatienten auf Blutpräparate angewiesen. Bei schweren Unfällen kann es vorkommen, dass wegen bestimmter innerer Verletzungen mindestens zehn Blutkonserven pro Unfallopfer bereitstehen müssen. Auch bei ungeborenen Kindern
im Mutterleib konnten Ärzte bereits Leben erhalten und schwerste Schädigungen vermeiden, dank Blutspenden.

aus der Pressemitteilung der Stadtverwaltung