Hardcore im Kokolores!

Das ist mitnichten eine Veranstaltung bei welcher sich Jugendliche etwa Erwachsenenfilme anschauen – nein, an diesem Freitag, den 10.Dezember, gibt es im Haus des Jugendkulturvereins Kokolores was auf die Ohren. Es findet ein Bandfestival statt. Hardcore ist die wesentliche Musikrichtung, die dort zu hören ist.

Hardcore ist dabei eine, für den Ü40er recht junge, deutsche Ausprägung des Punk- oder Metallrock. Dabei sind bei den gebuchten Acts auch Stilrichtungen des so genannten “Screamo” zu verzeichnen, einer Punkrockart bei welcher doch recht tüchtig ins Mikrofon geschrien wird.

“Descend to rise” aus Freiburg beschreiben ihren Stil wie folgt: Roher und chaotischer Screamo-Core mit einer melodischen Note und positiver Message, was bestätigt werden kann, wenn man sich die bei “Myspace” veröffentlichten Songs anhört (www.myspace.com/descendtorise). Dort findet man neben den “gescreamten” songs auch eine melodische Rockballade, nämlich “without goobyes” – durchaus hörenswert.

“Apetown” aus Kirchheim,Esslingen und Konstanz bieten eine etwas andere Musikrichtung. Sie bringen einen eher melodischen alternativen Rock/Pop zu Gehör, der ein wenig an “Fischer Z” erinnert (www.myspace.com/apetownband).

Bei “Assigned” sind dann wieder “screaming vocals” mit melodischem Gesang kombiniert. “Assigned” erklären auf ihrer Myspacepage, dass der Glaube an Jesus Christus ihre Motivation sei und der Grund, warum die Band existiere. Das ist durchaus eine Message! www.myspace.com/assigned

Die letztlich zum Festival einladende Band, die Künzelsauer Lokalmatadoren “The advent of a miracle” haben sich dann auch wieder dem “Hardcore” verschrieben. “Rage against the machine” ist vielleicht noch dem ein oder anderen Älteren der Leser bekannt, die diese Band musikalisch beeinflußt haben. Das Sreamingelement steht bei “The advent of a miracle” nicht so sehr im Vordergrund. Der Gesangsstimmen sind etwas melodischer und das Ganze erinnert ein bischen an “Nirvana”: www.myspace.com/theadventofamiracle

Jedenfalls überbringen alle Bands eine positive Message, wie dies beim Hardcore durchaus der Regel ist. Manche Darbietung mag roh, laut und klagend/schimpfend klingen. Dabei sind die Musiker eigentlich recht brave Jungs, deren Weltanschauung  nicht von Drogenkomsum und Exzessen geprägt ist, so wie das schon einmal bei der ein oder anderen klassischen Punkband der Fall war.

Für die Insider wird die Veranstaltung ein absolutes “Muss” sein. Für den spontanen, unbedarften Gast sei mitgeteilt, dass sich die Schreie für Screamo-Hardcore doch in Grenzen halten und melodische Rock/Popmusik  auch vertreten ist.

The Advent of a miracle